Die Luft der Freiheit weht
Ulrich von Hutten

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Europa braucht einen smarten Ordnungsrahmen

Förderkongress der Schleyer-Stiftung in Berlin erfolgreich

Über 340 Personen, darunter Österreichs Bundeskanzler a.D. Dr. Wolfgang Schüssel, der Vorstandsvorsitzender der Software AG, Karl-Heinz Streibich, Staatssekretär Oliver Wittke MdB und der ehemalige EU-Kommissar Dr. László Andor, diskutierten am 14. und 15. Mai im Umweltforum Berlin über die Frage, ob sich Europa im digitalen Zeitalter neu (er)finden muss.  Der mittlerweile zehnte Förderkongress „Junge Wissenschaft und Wirtschaft“ brachte dabei über 120 junge exzellente Wissenschaftler der Rechtswissenschaften, der Volkswirtschaftslehre und anderer Sozialwissenschaften mit erfahrenen Praktikern aus der Wirtschaft und der Politik zusammen.

Auf den Podien und in den Arbeitskreisen wurde die Diskussion von erfahrenen Journalisten begleitet, darunter Dr. Marc Beise von der SZ, Heike Göbel von der FAZ und Dr. Ursula Weidenfeld. Diskutiert wurde interdisziplinär und zwischen den Generationen – ein von der Schleyer-Stiftung seit bald 40 Jahren erprobtes Format, das erneut für begeisterte Stimmen sorgte. Viele Ideen aus den „universitären Ideenwerkstätten“ fanden dabei erstmals eine Öffentlichkeit. Genau das sei das Ziel der Hanns Martin Schleyer-Stiftung, so Barbara Frenz, die Geschäftsführerin der Stiftung: „Denn erst im öffentlichen Austausch und der interdisziplinären Debatte werden diese Ideen zu Impulsen, die Europa voranbringen.“ Wie sich Vorschläge aus der Wissenschaft allgemein besser in politische Handlungsempfehlungen übersetzen lassen, war daher auch eine heiß diskutierte Frage des Kongresses.

Der aktuelle Förderkongress fand in Kooperation mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung und dem ifo Institut statt. Dessen Präsident Prof. Dr. Dr. hc. Clemens Fuest war wissenschaftlicher Leiter des Kongresses. [mehr lesen]

40 Jahre Schleyer-Stiftung

Seit ihrer Gründung im Jahre 1978 stellt sich die Hanns Martin Schleyer-Stiftung den aktuellen Herausforderungen mit einem Programm, das brennende Fragen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aufgreift und Anregungen zu deren Problemlösung gibt. Orientiert an ordnungspolitischen Maßstäben lässt sie so Plattformen für den innovativen Gedankenaustausch und für nachhaltige Netzwerke entstehen. In besonderer Weise fördert die Stiftung herausragende Nachwuchswissenschaftler der Rechts-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaft sowie junge Mediziner und Journalisten. Im Rahmen von Förderkongressen, Symposien, Foren, Universitätsseminaren und Dozentenkolloquien bringt sie regelmäßig junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Medien und Gesellschaft zusammen und bietet ihnen auf diese Weise eine Plattform für einen offenen Diskurs zu gesellschaftlich drängenden Fragestellungen. Im Verlauf der Jahrzehnte ist auf diese Weise ein großes Netzwerk aus führenden Persönlichkeiten entstanden. Erklärtes Ziel der Schleyer-Stiftung ist die Stärkung und Förderung eines Bewusstseins für Wettbewerb, Leistung, aber auch für Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung. Die 40jährige erfolgreiche Stiftungsarbeit wäre ohne die enge Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie der Heinz Nixdorf Stiftung, aber auch der Robert Bosch Stiftung, der Otto Wolff Stiftung und der Schlecht-Stiftung sowie ohne das Engagement von Freunden und Förderern nicht denkbar. Ihnen gebührt an dieser Stelle ein außerordentlicher Dank.

Gedenken im Jahr 2017

Der Terrorismus der sogenannten Roten-Armee-Fraktion stellte im Jahre 1977 die Bundesrepublik Deutschland als Rechtsstaat vor existenzielle Herausforderungen. Die Hanns Martin Schleyer-Stiftung wurde aus Anlass der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer und seiner Begleiter gegründet. Die Mahnung und Verpflichtung aus diesem Ereignis ist aktueller denn je. Um weiterhin in Freiheit und Wohlstand leben zu können, muss der freiheitlich-demokratische Rechtsstaat durch Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aktiv und mit Bereitschaft zum persönlichen Engagement verteidigt werden. [mehr]

„Den Rechtsstaat verteidigen“
Artikel von Peter Michael Huber, Andreas Rödder und Barbara Frenz; FAZ/28.10.2017 [PDF]